Blick über die Grenze – ein Muss!

27.11.2019

Vor wenigen Tagen war den Medien zu entnehmen, dass die Europäische Kommission für die Absatzförderung europäischer Agrar- und Lebensmittelerzeugnisse innerhalb (rund 40%) bzw. ausserhalb (rund 60%) der EU im Jahr 2020 gut 200 Mio. Euro bereitstellen werde

Im Vergleich zur Schweiz, die das Mittel der Absatzförderung ebenfalls kennt, schliesst die Förderhilfe der EU den gesamten Lebensmittelsektor, also auch die Ernährungswirtschaft, mit ein, während hierzulande – der Name der betreffenden Verordnung besagt es schon – die Absatzförderung von hiesigen Landwirtschafts-produkten jeweils zu max. 50% im Vordergrund steht. Der Blick über
die Grenze lohnt sich auch deshalb, weil viele der hiesigen Gesetzesvorgaben ihren Ursprung in der EU haben und, teils noch mit einem Swiss Finish versehen, teils aber auch mit löblichen Ausnahmen, aus Äquivalenzgründen von den Schweizer Behörden oftmals 1 zu 1 übernommen werden. In diesem Sinne hat sich der SFF bzw. seine Vorgängerin, der damalige VSM, schon früh dazu entschieden, sich aktiv im Internationalen Metzgermeister-Verband (IMV) einzubringen. Nebst dem intensiven Gedankenaustausch sowie als Dach des europäischen Nachwuchswettbewerbes bezweckt dieser die Platzierung von länderspezifischen und damit auch schweizerischen (Fleisch-)Anliegen auf europäischer Ebene einerseits sowie die Bekämpfung von unsäglichen EU-Bestimmungen andererseits. Beispiele dazu gibt es viele, so z. B. die Idee der Lagerung von K3-Material, auch bei gewerblichen Metzgereien bei max. 20°C während einer Frist von max. zwei Tagen bis zur Abholung – ein Unterfangen fernab der Realität, das vor kurzem massgeblich durch das IMV-Sekretariat in Brüssel schon im Keim gebodigt werden konnte! Bislang wurden die finanziellen Aufwendungen des IMV in äusserst verdankenswerter Weise zu einem grossen Teil von unserem deutschen Partnerverband, dem DFV, getragen. Auch aufgrund der europaweiten Struktur-veränderungen sollen diese neu möglichst auf alle Schultern verteilt werden. Obwohl dies auch für unseren Verband Mehraufwendungen bedeuten wird, so hat sich der SFF vorausschauend klar für ein «Ja zum IMV» ausgesprochen in der deutlichen Erwartung darin, dass ihm auch die noch zögernden Mitgliedsverbände folgen werden!

Ruedi Hadorn, SFF-Direktor

 
 
 
 
Elias Welti, Leiter Kommunikation und stv. Direktor SFF
 
 
 
 
 

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