Unsere Strategie: Jetzt erst recht!

20.02.2019

Leider ist es Fakt, dass die Anzahl Metzgereien in unserem Land seit Jahren stetig abnimmt – eine Entwicklung, die in den umliegenden Ländern und in anderen Bereichen des hiesigen Lebensmittel­gewerbes ebenso zu beobachten ist.

Letzteres mag zwar ein Trost sein, helfen tut uns dies aber nicht wirklich! Relativierend ist jedoch der Umstand, dass die Zahl der Mitarbeitenden bzw. die AHV-Lohn­summe der gesamten Branche über die letzten Jahre hinweg relativ konstant geblieben ist – dies als Ergebnis von Übernahmen durch grössere Unternehmen bzw. Filialisierungen im gewerblichen Bereich. Insbesondere Letztere sind oft das Resultat der Schliessung von Metzgereien, die meist aus Gründen des Nachwuchsmangels, unterschiedlicher finanzieller Vorstellungen, aber auch einer veralteten Infrastruktur nicht mehr weitergeführt werden. Vielfach werden dabei die Räumlichkeiten der früheren Metzgereien für die Schaffung eines neuen Verkaufsstandortes genutzt, während die Produktion selber auf den Hauptort konzentriert bleibt. Hierfür gibt es auch in der letzten Zeit mehrere erfolgreiche Bei­spiele, die sich teils auch in Kombination mit anderen Detailhändlern bestens zu etablieren wissen. Dabei kommt nebst der Rekrutierung von geeignetem Personal und der Produktequalität auch der Standortfrage eine entscheidende Bedeutung zu, sei dies im Hinblick auf die Konditionen des Vermieters, die Identifikation der Kundschaft und vor allem den unternehmerischen Erfolg. Dazu gehört auch die zu einer Volkswirtschaft gehörende Freiheit, eine Filiale wieder zu schliessen, wenn sich das erhoffte Resultat eben nicht einstellt. Hingegen wird es befremdend, wenn staatliche Massnahmen wie z. B. das Streichen von öffentlichen Parkplätzen oder das monatelange Sperren von Zufahrtswegen für Sanierungen einzelne Metzgereien derart einschränken, dass diese gar in ihrer Existenz bedroht werden bzw. in einzelnen Fällen schon aufgegeben haben. Hier wäre seitens der betreffenden Behörden zumindest etwas Fingerspitzengefühl bei der Organisation der jeweiligen Abläufe, besser aber auch im Bereich von möglichen Kompensationsmassnahmen wie z. B. vorübergehenden Steuererleichterungen angebracht. Der Möglichkeiten gibt es viele. Darum lautet unsere gemeinsame, optimistische und zukunftsgerichtete Strategie: «Jetzt erst recht!»

Ruedi Hadorn, SFF-Direktor

 
 
 
 
Elias Welti, Leiter Kommunikation und stv. Direktor SFF
 
 
 
 
 

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